“In jedem von uns steckt ein Genie. Hier erzähle ich Dir eine Geschichte darüber und Du erfährst das Geheimnis, warum Du ein Genie bist und wie Du ihn in Dir findest”

Als ich im Museum von Picasso in Barcelona war bin ich einer sehr eindrucksvollen Erkenntnis begegnet.

Der Junge Picasso hat schon mit seinen 15 Jahren naturalistische, große Bilder gemalt. Bilder, die in Wettbewerben zwar keinen Preis gewonnen haben, aber trotzdem für dieses Alter unglaubliche Werke sind. Dabei ist mir ganz besonders aufgefallen, dass er diese großformatigen Bilder keinesfalls „auf ein Mal“, besser gesagt auf einen Schlag gemalt hat.

Er hat sich nicht hingesetzt und hat gesagt „OK, jetzt male ich dieses Bild“ und prompt ist ein Meisterwerk aus seiner Feder- und Pinselführung entstand, nur weil er der große Picasso war.

Kunst ist etwas schönes. Und Etwas schönes, wir kreieren wollen, braucht Zeit. Es braucht „Hingabe“ und vor allem braucht es viele Versuche. Versuche, von denen am Anfang etliche davon scheitern werden. Doch am Ende, wenn wir geduldig sind und einen langen Atem beweisen, da erwartet uns etwas, wonach wir uns alle sehnen: Erfolg. Das Gefühl des Gelingens und Erfüllung.

Das, was ich im Picasso Museum in Barcelona gesehen habe und es mich so sehr beschäftig hat, dass Nachts aufgewacht bin um darüber zu schreiben war folgendes. Wenn Picasso ein großes Bild malen wollte, hat er sich hingesetzt und zu allererst Motive durchstudiert. Das bedeutet, er hat viele Skizze angefertigt und viele Versuche vorher unternommen, das Bild zu malen. Versuche und Skizzen, die durchaus im Vergleich zum „Originalbild“, zu seinem Meisterwerk und Ergebnis am Ende, man durchaus als gescheitert aburteilen könnte.

Das wiederum war für mich ein großartiger Beweis dafür, dass wir Menschen, alle große Meister sind. In uns allen steckt ein Meister, der zu großartigen Leistungen fähig ist.

Zugleich aber ist das für mich wiederum ein unglaublicher Beweis dafür, dass kein Meister und kein Meisterwerk einfach nur so vom Himmel fallen kann. Es ist im Leben nicht nur sogenannten „Genies“ vorbehalten große Werke hervorzubringen, sondern:

„Genie“ besteht aus Hingabe, Fleiß und Geduld.

Lass mich Dir zu eine Geschichte erzählen:

Eines Tages klopfte ein Zauberkünstler am Tor des Palastes des großen Sultans von Persien und bat darum hereingelassen zu werden. Der Torwächter, der ihn und sein Anliegen empfing konnte seine Ohren nicht trauen und war über das, was der Zauberkünstler sagte und wollte nicht nur überrascht, sondern lachte darüber lauthals.

 “Geh zu deinem Sultan und sage ihm, ich bin gekommen, um für ihn zu zaubern und ich verlange 1000 Silbertaler für meine Zauberkünste“ sagte der Zauberkünstler selbstsicher zu dem Torwächter.

 „Was? Wie bitte?“ fragte der Torwächter überrascht und fuhr im nächsten Zug fort „Geh weiter. Pöbel lassen wir Heute nicht rein. Es sei denn Du willst heute so schnell wie möglich deinen Kopf verlieren“.

 Der Zauberkünstler entgegnete daraufhin: „Geh zu deinem Sultan und sage ihm, ich bin gekommen, um für ihn zu zaubern und ich verlange 1000 Silbertaler für meine Zauberkünste. Sollte ich ihn aber enttäuschen, so kann er gerne dafür meinen Kopf von meinen Schultern trennen“.

Der Torwächter, der nicht genau einschätzen konnte ob dieser Mann, der gerade vor ihm stand ein mutiger Mann ist oder ein Narr, der gerade seinen Verstand verloren hatte, sagte: „Weißt Du was? Diese Nachricht bringe ich ihm“.

Schon bald stand der Zauberkünstler im Königsaal des persischen Königs. Alle Größen des Hofes waren versammelt. Der Großwesir des persischen Königs, der über alle Grenzen des Landes, für seine Weisheit und seinen Scharfsinn bekannt war, folgte dem persischen König zum Thron.

Der persische König, als er von diesem spektakulären Angebot hörte, wollte tatsächlich selbst erfahren, wer ist dieser Mann, der für seine Künste 1000 Silbertaler verlangt und bereit ist als Gegenleistung, wenn es denn den persischen König enttäuscht, seinen Kopf zu riskieren.

 Als der König seinen Thron bestieg wartet der Zauberkünstler nicht auf einen Befehl, dass er anfangen dürfe, sondern überraschte sein Publikum sofort mit dem ersten Kunststück.

Der König der Perser hatte schon bald ein Funkeln der Begeisterung in den Augen und der Zauberkünstler wusste genau um die Macht seiner Künste Bescheid. Er ließ seinem Publikum, nicht eine einzige Atempause, sondern bot ihm ein Kunststück nach dem anderen an. Und mit jedem Kunststück versetzte er sein Publikum in immer größere Begeisterung. Der König war nicht nur begeistert, sondern er war zugleich erstaunt über das Talent und die Begabung, mit der, der Zauberkünstler seine Stücke vorführte.

Schon bald saß er nicht mehr auf seinem Thron, sondern stand die ganze Zeit mit breitem Lächeln im Gesicht vor dem Zauberkünstler, klatschte nach jedem Kunststück Beifall und wiederholte ständig lobend: „Welch ein Talent, welch ein Genie, welche ein gottgegebenes Talent. Ich habe es schon immer gewusst. Nur ein Genie kann so etwas vollbringen. Nur ein von Gott gesegnetes Talent kann solch ein Wunder vollbringen“.

Der Großwesir jedoch trat vor dem Sultan und sagte: „Mein Sultan, Sie haben sicher recht. Dieser Mann ist durchaus talentiert. Doch nur mit Talent ist solch eine Meisterleistung nicht möglich. Im Gegenteil, ich würde behaupten, dass Talent, nur eine geringe Rolle spielt, wenn es darum geht, solch eine Meisterleistungen zu vollbringen,. Viel mehr von Bedeutung sind Fleiß und Hingabe, die man über einer längeren Zeit einer Sache widmet. Vor allem einer Sache, die man liebt und der man sich voll und ganz verschrieben hat.” Und er schloss seine Ausführungen mit folgender Metapher ab: 

“Ohne Fleiß und Hingabe gleicht jede Kunst, jede Idee und jedes Vorhaben, dem Samenkorn einer Pflanze, dem man kein Wasser und keine Sonne zuteil werden lässt“.

 „Was?“ Entgegnete der Sultan, mit einem überraschten Blick und Zorn in den Augen. „Wie Bitte? Du willst behaupten, dies hätte mit gottgegebenem Talent, mit Genie nichts zu tun und sei lediglich das Ergebnis von Fleiß und Übung gewesen? Wie töricht bist Du nur“. Er schüttelte den Kopf und wiederholte seinen Satz: „Wie Töricht bist Du nur“. Nach einer kleinen Pause fuhr er fort: „Wie kannst Du es wagen mir zu widersprechen, mich so zu beleidigen und mir auf diese Art und Weise den Genuss zu vermiesen, den mir dieser Mann gerade eben bereitet hat?“

Der Großwesir machte eine Verbeugung während er sprach: „Mein Sultan, ist es nicht meine Aufgabe mit Rat und Tat, mit Weisheit und Wahrheit an ihrer Seite zu stehen? Ist es nicht die Wahrheit, die im Leben die größte Kraft besitzt? Die Kraft uns weiterzubringen? Wenn ich es nicht wage Ihnen die Wahrheit zu sagen, wer soll es dann tun?

„Die Wahrheit?“ fragte der Sultan zornerfüllt. „Du hältst das, was Du von Dir gibst, nämlich dass die Kunstfertigkeit dieses Genies nicht gottgegeben, sondern das Resultat von Fleiß und Übung sei, tatsächlich für Wahrheit? Ich werde dir die Wahrheit zeigen Du Narr. Ich werde Dir die Wahrheit beweisen und Du wirst sie bereuen, dein Wahrheit“.

 Und er zeigte auf das große Tor des Saals, als wolle er den Wesir hinaus werfen: „Bringt ihn in den Kerker. Dort, in der Dunkelheit des Verließ wirst Du über deine Dummheit nachdenken. Schon bald wirst Du dort zur Vernunft kommen und dein Verhalten bereuen. Damit Du aber immer an deine Dummheit und an dein heutiges Verhalten erinnert wirst wird dich ein kleines Kalb begleiten. Dieses Vierbeiner soll Dich, wie als würdest Du jeden Tag in dein eigenes Spiegelbild schauen, immer an deine Dummheit erinnern.“

Der Großwesir wurde in einen Kerkerturm eingesperrt und wie der Sultan befohlen hatte, wurde ihm ein kleines Kalb mitgegeben.

Der Großwesir jedoch nahm jeden Tag das kleine Kalb in seine Arme und stieg mit ihm die Treppen seines Kerkerturmes nach oben und wieder nach unten. Jeden Tag nahm er das Kalb in die Arme und ging mit dem Vierbeiner hoch und runter, hoch und runter. Es verging kein Tag, an dem der Großwesir diese Übung unterließ. So oft er nur konnte nahm er das Kalb und stieg mit ihm die Treppen des Kerkerturmes hoch und runter, hoch und runter.

Es vergingen sechs Monate. Es verging ein Jahr und der Großwesir unterließ niemals die Übung. Da erinnert sich der Sultan daran, dass er sein Wesir im Kerker eingesperrt hatte und ließ ihn holen: „Es ist der Tag gekommen, an dem er nun seine Reue uns allen gegenüber zeigen wird. Holt ihn aus dem Kerker“ befahl er seinen Soldaten. Er ließ den Saal herrichten und die Großen des Landes versammeln. Denn er wollte diesen Augenblick genießen, an dem der Wesir vor ihm niederknien und sagen wird: „Ja mein Sultan, sie hatten recht, das Genie dieses Zauberkünstlers, das war gottgegebenes Talent“.

Aber als der Großwesir den Saal betrat war das, was er seinem Publikum bot an Erstaunen kaum zu überbieten. Der Sultan schaute mit weit aufgerissenen Augen auf sein Großwesir, der kaum wiederzuerkennen war und wiederholte ständig: „Welch ein Talent, welch ein Genie, welch eine Kraft, . Ja ist denn das überhaupt möglich?“

Der Großwesir trat aus dem Kerker, mit seinem Kalb in den Arm. Doch aus dem kleinen Kalb war in der Zwischenzeit ein mächtiges Tier geworden. Ein mächtiger Stier. Er hatte den Stier bei den Hörnern gepackt und trug ihn an einem Arm hoch, durch den ganzen Saal, seinem Sultan und seinem Thron entgegen. Als er beim persischen König angekommen war, legte er das Tier vor den Füßen des Sultans, kniete nieder und sagte:

 „Wie ich schon sagte mein Sultan. Genie ist Hingab, Fleiß und vor allem große Geduld. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“ 

Herzliche Grüße, dein Alireza, der Geschichtenerzähler.

Alireza am Arbeitsplatz

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